LTGJ Newsletter Mai 2009
Liebe Freunde und Freundinnen unserer Gemeinschaft,
nach einer langen Pause können wir Euch endlich wieder eine neue Ausgabe unseres Newsletters präsentieren.
Wir hoffen Euch einen kleinen Überblick einiger Themen geben zu können, mit denen wir uns in der Lebens(t)raumgemeinschaft befassen.
Herzliche Grüße
im Namen der Lebens(t)raumGemeinschaft
Martina
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Inhalt
1. Intensivzeit unserer Gemeinschaft
2. Saison-Mitarbeit
3. Wir feiern Jahreskreisfeste in Jahnishausen
4. Sommercamp 16. – 26. Juli 2009
5. Dialog der Generationen
6. Gründung Teesa-Filmclub
7. Elbtaler 2009
8. Impressum
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Intensivzeit unserer Gemeinschaft
von Brigitte
Prozesshafte Entwicklung der Gemeinschaft lebt von weiterführenden Impulsen. Permanente Herausforderungen wie die Integration neuer Mitglieder, das Verlassen von vertrautem Terrain bei Gemeinschaftstreffen - zu Gunsten experimenteller Gestaltung; Konfliktbearbeitung, persönliche Unterschiedlichkeiten bei der Bewältigung alltäglicher Arbeitsaufgaben; Kontakt- und Beziehungsvielfalt fordern einen erweiterten Rahmen für ein authentisches und gemeinsames „auf dem Weg sein“.
Intensivzeit meint, einen vereinbarten Zeitraum komplett einer intensiven Gemeinschaftserfahrung zu widmen. Für das Jahr 2009 haben wir uns deshalb entschieden, zweimal je acht Tage dafür zu „investieren“.

Auftakt der Intensivzeit im Anfang Februar war ein Wochenende mit Begleitung von Michael Habecker. Michael ist Musiker, Therapeut, Mitbegründer der Integralen Akademie und auch Übersetzer von Wilbertexten zur integralen Philosophie.
Anhand „heisser“ Themen, die uns gerade beschäftigen, konnten wir in ersten Schritten den „Integralen Ansatz“ (nach Ken Wilber) kennen lernen. Hierbei geht es um keinen neuen „Ismus“ sondern um eine Zusammenschau von oft als unvereinbar erlebten Verschiedenheiten. Wir erlebten es als sehr anregend, erweiterte Perspektiven zu erproben und uns auf die daraus entstehenden Prozesse einzulassen. Das WIR der Gemeinschaft beruht auf Autonomie UND Verbundenheit, auf einfühlender Empathie UND eindeutiger Kommunikation.
Solchermaßen eingestimmt sind wir dann in die Intensivwoche gegangen. Gruppentreffen zu aktuellen Problemen, Männer- und Frauengruppen, Kochteams, Kleingruppen zu Gemeinschaftsthemen, begleitete Gespräche von „Konfliktpartnern“ fanden in einer Atmosphäre von Experimentierfreude, Vertrauen und Offenheit statt, die sich so im Alltag nicht oft einstellt.
Freitags beim abschliessenden „Einsammeln“ war ein neuer „Geist im Raum“ spürbar: Ich, Wir und auch Es als erlebbar Ganzes. Die Intensität und die Tiefe der Begegnungen dieser Zeit wirken bis heute unter der Oberfläche des Alltags spürbar weiter.
Empfehlenswerte Literatur: Michael Habecker „Ken Wilber – die integrale (R)Evolution“ info3Verlag, Frankfurt, 2007
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Saison-Mitarbeit
Leben in Gemeinschaft ist eine mögliche Lebensform, die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen und mit zu gestalten – wir wollen diesen Ansatz bekannt machen und unsere Erfahrungen in unterschiedlicher Form weitergeben.
Zu unseren Seminaren, Kennenlernwochen, Zukunftswerkstätten und Veranstaltungen erwarten wir auch in diesem Jahr zahlreiche InteressentInnen und TeilnehmerInnen.
Inzwischen sind wir in unserer Gemeinschaft auf 34 Menschen angewachsen, die Arbeit wird dadurch aber nicht weniger. Deshalb laden wir DICH ein, um uns bei den vielfältigen und umfangreichen Arbeiten zu unterstützen.
Von Mai bis September 2009 suchen wir Menschen, die uns in dieser Zeit als working guests unterstützen.

Du bist
- neugierig auf Gemeinschaftsleben
- interessiert an Menschen und vielfältigen Erfahrungen
Du bist bereit
- dich für mindestens 4 Wochen zu engagieren
- an sechs Tagen fünf bis sechs Stunden mitzuarbeiten, auch an Wochenenden
- im Bereich Küche, Gästeversorgung, Gartenarbeit, Einkochen oder bei Renovierungen mitzumachen
Wir bieten
- vegetarische Vollwertkost und ein schlichtes (Doppel)Zimmer
- Teamarbeit mit Gemeinschaftsmitgliedern und Gästen
- Gemeinschaftsleben und Teilhabe an verschiedenen Angeboten wie stille Meditation, abendliches Lagerfeuer, Musik machen….
- Teilnahme an einem unserer Seminare nach Wahl
Wir wünschen uns
- selbstverantwortliche, flexible Menschen
- mit praktischen Fähigkeiten
- mit Neugier und Lust auf neue Aufgaben und Herausforderungen

In der Freizeit gibt es viele Möglichkeiten: Riesa an der Elbe liegt zwischen Dresden und Leipzig, eine kulturell und landschaftlich interessante Umgebung, ein Badesee in der Nähe, üppiges Grün ringsum lädt zum Abhängen ein…
Wir freuen uns auf Deine Nachricht und nehmen umgehend Kontakt auf.
Bei Interesse und weiteren Fragen bitte eine eMail an ltgj(at)gmx.de oder Telefon 03525 / 517851 (Anrufbeantworter).
PS: wir sprechen auch englisch, französisch und russisch!
Herzliche Grüße von Brigitte
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Wir feiern Jahreskreisfeste in Jahnishausen
von Inge
Als ich gebeten wurde, für den neuen Newsletter über unsere Rituale am Platz zu schreiben, stellte sich mir zu allererst die Frage: Warum feiern wir in der Gemeinschaft Rituale und warum ist es mir wichtig, dass wir das tun?
Ich für mich weiß, warum ich die Jahreszeitenfeste seit vielen Jahren rituell begehe, und darüber kann und will ich erzählen, in der Hoffnung, dass die Leserinnen und Leser etwas von der „Stimmung“ in unserer Ritualgruppe erkennen können.
In unseren Ritualen spüre ich dem Werden, Wachsen und Vergehen in der Abfolge der Jahreszeiten nach. Ich entdecke meine eigene traditionelle Weisheit und erlebe in mir und in der Gruppe eine tiefe Verbundenheit und erkenne die Naturgesetze an, die Spiegel der kosmischen Gesetzmäßigkeit sind. Ich möchte die weibliche Symbolik, die vielen Mysterien zugrunde liegt, in meiner Neu-Zeit und auf meine Weise erfahren.
Für mich ist ein Ritual kein Fest, an dem ich lediglich als Zuschauerin teilnehme. Es ist eine zeremonielle Handlung, in die ich mich mit meiner Liebe und Hingabe einbringe und der ich mich mit großer Achtung nähere.
Unsere Rituale werden meistens draußen in der Natur begangen. Unser Ritualplatz, auf dem auch eine Schwitzhütte steht, ist oftmals unser Zentrum oder auch Startpunkt, von dem aus wir uns nach draußen begeben. Mittlerweile sind wir 9 Frauen und ein Mann, die die Jahreskreisfeste miteinander feiern und mit Freude dabei sind.
Zu den Jahreszeitenwechseln lade ich jeweils zur Schwitzhüttenzeremonie ein. Wir öffnen uns in dieser Weise und ermutigen Menschen von außerhalb, neue Wege zu beschreiten bzw. die evtl. bereits erlebten, wertvollen Erlebnisse in einer Schwitzhüttenzeremonie erneut zu erfahren.
Unsere nächste Schwitzhütte wird eine Sonnenaufgangs-Hütte sein. Sie findet am Sonntag, den 28. Juni, statt. Dann folgt am 27. September die Herbstzeremonie. Wer sich eingeladen fühlt und mehr darüber wissen will, kann mich gerne anrufen: 03525 / 51 78 21.
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Sommercamp 16. – 26. Juli 2009
von Ina
Nach langer Pause gibt es in diesem Jahr wieder ein Sommercamp.
Für 10 Tage steht die Frage – Wie will ich leben? – im Mittelpunkt eines bunten Treibens, munteren Diskutierens, tiefgründigen Erspürens.
Dafür wollen wir besonders Menschen um die 30 ansprechen und uns austauschen über die Themen und Bedürfnisse in diesem Alter.
Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Eine Arbeitsgruppe hat sich gebildet und die Ideen zur inneren und äußeren Gestaltung sprießen nur so.

Die Zahl der engagierten Gemeinschaftsmitglieder wächst, das fängt an mit Susanne und Gerald, die den Gemeinschaftsbildungsprozess anbieten wollen. Birthe schenkt uns ihre alles im Blick habende Struktur im Bereich Küche, Martanda lädt zur Platzführung ein und mit Beatrice haben wir auch schon eine Pressefotografin. Und ich bin total dankbar für den Zuspruch und Rückenwind von vielen nicht genannten Menschen hier am Platz und von langjährigen Gästen, die ihre Unterstützung anbieten.
So sind die umfangreichen Vorbereitungen doch gut zu bewältigen. Da will noch das Brennholzlager aus der Remise in die Feldscheune umgelagert werden. So entsteht ein weiterer beliebter Freiraum vielleicht für regensichere Schlafplätze oder für Gruppenveranstaltungen. Mendy ermittelt noch die besten Zeltplätze auf dem Gelände. Es ist doch faszinierend wie die Vorbereitungen ganz verschiedene Schätze und Potentiale des Platzes und der Gemeinschaft sichtbar machen.
Ich freue mich schon auf ein lebhaftes Gemeinschaftsereignis zusammen mit den Gästen hier am Platz. Und ich danke der Gemeinschaft für ihr großes Vertrauen in meine Absichten und Aktivitäten bei der Organisation dieses Sommercamps.

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Dialog der Generationen
von Inge
Gemeinsam mit dem Kulturverein Accademia Dantesca Janishausen e.V. wollen wir durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Initiativen in der Region zu einem lebendigen Netzwerk – einer Kultur des Miteinanders und der Vielfalt beitragen. Unter anderem wird ein Schwerpunkt im Jahre 2009 der Dialog der Generationen sein.
Um diesen Dialog anzustoßen wollen wir – zusammen mit Ariane und Nicole www.tanzreise.net – ein generationsverbindendes Kulturprojekt zeitweit ins Leben rufen. Damit soll die Suche und das Bedürfnis nach Austausch der mittleren und älteren Generationen der Bewohner/-innen der Lebenstraumgemeinschaft und der Mitglieder der Accademia Dantesca Jahnishausen e.V. in Jahnishausen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufgegriffen werden.
Mit Tanz- und theaterpädagogischen Methoden wird ein Spielrahmen geschaffen, damit sich im Spielprozess Themen und Fragestellungen eines Generationendialogs näher heraus kristallisieren. Durch das theatrale Spiel und in der Bewegung wird eine Auseinandersetzung mit, aber auch eine spielerische Distanz zur eigenen/anderen Lebenswelt geschaffen. Es werden Spielanlässe gefördert, die aufzeigen was die Gruppen verbindet oder auch trennt. Das eigene Bild von den anderen Generationen wird hinterfragt. Das gegenseitige Teilen und Erzählen von Lebensgeschichten der Beteiligten fördert die Lust am Entdecken der Reichhaltigkeit anderer Lebensweisen sowie ihre Wertschätzung – und damit auch Mitempfinden, Toleranz und Freude.
Wenn es gelingt und sich junge Menschen für den Dialog begeistern können, dann werden wir uns mit diesem Projekt der Öffentlichkeit zeigen. Angedacht ist die Teilnahme an der Generationen-Kultur-Messe in Dresden am 28. August 2009.
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Gründung Teesa-Filmclub
von Gerald
Es ist so weit – der gemeinschaftsinterne Filmclub ist gegründet!!! Teesa-Film “Die Erste” ist abgedreht - Klappe!
Vorgesehen ist, jeden Sonntagabend in unserem Gemeinschaftscafé “No Name” einen (Spiel)Film zu zeigen. In Planung ist monatlich eine Matinee an einem Sonntag Vormittag, bei der wir einen politischen oder Dokumentarfilm zeigen und danach Gelegenheit schaffen, über die Aus- und Einwirkungen des Films zu kommunizieren, diskutieren, debattieren… – in welcher Form auch immer. Möglich sind auch Lesungen zu Filmen oder Themen, die gerade aktuell und spannend sind.
Zum Programm:
Wunschfilme sind ebenso gefragt wie themenbezogene Filme – sie können aktuelle Ereignisse betreffen, einen Einblick in eine bestimmte Filmgattung verschaffen oder eine Serie zu einer Geschichtsepoche, einem Regisseur oder … Schnitt!
Wir kündigen wöchentlich die vorgesehenen Filme an, wollen aber möglichst bald eine monatliche Vorschau erstellen und den interessierten Kreis von Menschen per E-Mail über die vorgesehenen Veranstaltungen informieren. Schnitt!
Gemeinschaftsmitglieder können gegen eine Aufwandsbeteiligung von 25,- Euro das ganze Jahr über jede Veranstaltung besuchen oder sich an dem jeweiligen Abend mit einer Spende beteiligen. Schnitt!
So, die formalen Dinge sind ausgezeichnet geregelt, die Arbeiten sind gerecht verteilt, die Maschinen sind topp in Ordnung, was sonst noch fehlt, wird besorgt und der Vorspann läuft… Film ab!
Regie, Buch und Produktion: das Teesa-Filmteam!

PS: wir würden gerne für den Ossicar vorgeschlagen werden als bestes ausländisches Vorführteam im Osten!!!
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Elbtaler 2009
von Norbert Rost / Förderverein Elbtaler e.V. www.elbtaler.de
Wirtschaft ist nicht das Leben. Das Leben ist mehr. Und doch dominiert sie uns und unser Dasein: Wirtschaft.
Wirtschaft kann verändert werden, dessen waren wir uns sicher, als wir 2005 einen Verein gründeten, um unser eigenes Geld zu machen: Regionalgeld für die Region Dresden. Der Meinung sind wir immer noch, auch wenn wir 4 Jahre später unser neues Geld noch nicht in Händen halten.
Wir haben viel gelernt. Wirtschaft neu gestalten braucht einen langen Atem. In der Beobachtung anderer Regionalwährungen zeigte sich, dass “Geld herausgeben” nicht alles ist, regionale Wirtschaftskreisläufe müssen gepflegt und aufgebaut werden, die Kanäle, in denen Geld fließen kann und soll, müssen “gebahnt” werden. Und es bedarf professioneller Strukturen, die wir mit unserem ehrenamtlichen Engagement bislang nicht schultern konnten. Trotzdem haben wir erreicht, dass das Thema Regionalität in unserem Umfeld eine zunehmende Rolle spielt, dass Geld als menschengemachtes Werkzeug als veränderbar gilt. Wir haben Kontakte geknüpft und kleine Schritte gemacht: Vorträge entworfen und gehalten. Ideen gestreut und Menschen vernetzt. Derzeit suchen wir für unsere neuen Schein-Entwürfe die passende Druckerei…..

Was soll Regiogeld? Es soll Geld in den Regionen halten. Der Elbtaler soll regionale Wertschöpfung in der Region Dresden fördern. Er soll ein regionales Bewusstsein stärken. Wir sehen in der Regionalisierung einen sinnvollen Begleitprozess zur Globalisierung, der Einfluss zu uns Menschen zurückbringt, Produktionsstrukturen näher zu uns Konsumenten rückt, der nachhaltige regionale Strukturen schafft, die uns mehr Freiheit und Unabhängigkeit von den globalen Prozessen ermöglichen. Das ist ein langfristiger, aber ein zukunftsfähiger Prozess, den wir anstoßen. Und der im Rahmen der globalen Wirtschaftskrise an Dynamik und Zuspruch gewinnt.
Wir sehen uns als Gestalter einer Entwicklung, die meist als ungestaltbar gilt. Wir wollen Wirtschaft und Gesellschaft von unten formen. Der “Elbtaler” ist ein Hebel und ein Werkzeug, an dem wir konkret arbeiten können, um uns nicht nur mit abstrakten Diskussionen oder einer destruktiven Anti-Haltung zu begnügen. Unternehmer, die profitieren wollen, sind genauso willkommen, wie Kreative, die mitgestalten wollen. Um Wirtschaft den Platz einzuräumen, den sie im Leben von uns Menschen haben sollte: Einen wichtigen Platz, aber nicht den beherrschenden.
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Impressum
Lebenstraum Gemeinschaft Jahnishausen
Jahnatalstr. 4 a
01594 Jahnishausen
Telefon: 03525 – 51 78 51
Fax: 03525 – 51 78 57
eMail: ltgj@gmx.de
Redaktion Newsletter:
Martina
eMail: newsletter@ltgj.de
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