Über uns - Unser Garten
Zu Beginn des Projektes sollte ein biologisch-dynamischer Selbstversorgergarten entstehen. Aufgrund der Einladung der Gemeinschaft habe ich entschieden, mich intensiv zu engagieren, damit die Versorgung der Gemeinschaft mit Gemüse durchgängig möglich wird.
Ich hatte vorher 15 Jahre im biologischen Landbau (biologisch-dynamisch und Gäa) gearbeitet und wollte diese beiden Bereiche – Gemeinschaft und Landbau – hier in Jahnishausen miteinander verbinden. Somit habe ich das Gartengelände treuhänderisch in Kooperation mit der Gemeinschaft übernommen, um darauf eine Existenz aufzubauen. Die Gemeinschaft übernimmt die Pacht und Energiekosten und finanziert das Saatgut. Das von mir erzeugte Gemüse verkaufe ich entsprechend an die Gemeinschaft.
In der Anfangszeit war es nicht möglich, vom Verkauf der Produkte zu leben. Daher habe ich Fläche dazu gepachtet, auf der zur Zeit sechs Mutterschafe für Lammfleisch und Mist stehen. Ab 2010 werde ich die Schafhaltung reduzieren, da mir der Arbeitsaufwand neben dem stetig gewachsenen Gemüseanbau zuviel wird. Zudem verkaufe ich die Eier von Hühnern, die z.T. von Gemeinschaftsmitgliedern gekauft wurden.
Ich richte mich beim Anbau nach den Vorgaben des Gäa Anbauverbandes, bin aber kein Mitglied. Die Gemüseanbaufläche, die ich bewirtschafte ist zu klein, um Mitgliedschaft und Kontrollverfahren ökonomisch zu rechtfertigen.
Neben den Grundzügen des naturgemäßen Landbaus galt und gilt es, die reichlich verwahrlosten und ehemals anders genutzten Flächen umzugestalten. In dem Maße wie die Anzahl der Mitglieder wächst, wächst auch die tatsächlich bewirtschaftete Fläche. Einige ehemals verbaute Flächen sollen nach der Beseitigung der Bodenversiegelung durch die Anlage von Hügelbeeten wieder aufgewertet werden. Noch lässt sich ein großer Teil der Fläche mit Gründüngung vorbereiten. Diese ist fester Bestandteil in der Anbauplanung, in welche die Kriterien der Mischkultur einfließen.
Momentan bin ich dabei, eine Fläche für Obststräucher vorzubereiten, die zur Zeit noch von Ahorn und Esche dicht bestanden ist. Ziel ist es, eine waldähnliche Mischkultur zu erreichen. Ein Teil der Bäume sollen nicht gerodet werden, sodaß weiterhin Laubheu für die Winterfütterung der Schafe zur Verfügung steht und die Obstkulturen beschattet werden.
Ulrike Opitz
Stand: November 2009